Gilbert Brüning

 
Punkt und Linie zu Fläche: “Die großen Kunstepochen hatten immer ihre Lehre oder Theorie, die ebenso selbstverständlich in ihrer Notwendigkeit war, wie es in der Wissenschaft der Fall war und ist. Diese Lehren konnten nie das Element des Intuitiven ersetzen, weil das Wissen an und für sich unfruchtbar ist. Es muss sich mit der Aufgabe begnügen, das Material und die Methode zu liefern. Fruchtbar ist die Intuition, die dieses Material und die Methode als Mittel zum Zweck braucht. Der Zweck kann aber ohne Mittel nicht erreicht werden, und in diesem Sinne wäre auch die Intuition unfruchtbar.”

Wassily Kandinsky 1928 am Bauhaus über das Verhältnis von Verstand und Intuition für den künstlerischen Prozess
 


  Die meisten meiner künstlerischen Inspirationen habe ich von meiner Mutter geerbt. Sie arbeitete jahrelang künstlerisch und entwarf Bilder und Plakate für unsere Kirchengemeinde in Berlin. Durch sie habe ich meinen Weg zur Kunst und zum Malen gefunden. Wenn ich male, dann ist das für mich eine Tätigkeit der Intuition, des Gefühls, in der ich mich von meinem Farbgefühl steuern lasse. Ich male schnell und verwende viele unterschiedliche Farben in einem Bild. Meine Bilder sollen so Freude, jamöglichst Lebensfreude ausdrücken.